Claire Grauer

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Without Money

Thema diese Woche: Das liebe Geld (Quelle: flickr, User Toban Black)

Zu hohe Gehälter von NGO-Chefs? Für viel Wirbel im Netz sorgte diese Woche ein Beitrag des Daily Telegraph, der die Gehälter der Spitzenleute von 14 britischen NGOs „aufdeckt“. Die Gehälter reichen von 60.000 Britischen Pfund (rd. 70.000 Euro) bei Islamic Relief bis 184.000 Britischen Pfund (rd. 214.000 Euro) bei British Red Cross. Während die einen sich über die Höhe der Gehälter aufregten (schließlich handle es sich ja um Organisationen, die zum Ziel haben, Gutes zu tun), verteidigten andere, v.a. solche aus der Szene, die Saläre – schließlich handle es sich um Jobs mit großer Verantwortung und die Bezahlung liegt immer noch weit unter der für vergleichbare Positionen in der freien Wirtschaft.

Wer Peanuts zahlt, bekommt nur Affen ist dann auch der Kommentar von Duncan Green, Oxfam GB, zum Thema. NGOs mögen gemeinnützig sein, das heißt aber nicht, dass die Angestellten umsonst arbeiten können.

Wie können wir (noch) mehr Geld einnehmen? Warum das oft die falsche Frage im NGO-Fundraising ist, schreibt Nick im neuen Blog Effective Action. Statt sich das Ziel zu setzen, die Einnahmen Jahr für Jahr zu steigern, sollten sich gerade kleinere NGOs mehr darauf konzentrieren, welche Lösungsansätze sie in ihrer Arbeit anbieten. Dies führt oft zu mehr Klarheit darüber, was das Kerngeschäft ausmacht und welche Geldquellen in Frage kommen. Dazu gibt es einen Link zu einem relevanten Forschungsartikel zum Thema.

Sollten NGOs mit Unternehmen kooperieren? Ebenfalls eine oft und kontrovers diskutierte Frage. Im Zuge einer Seminarvorbereitung bin ich auf diesen interessaten Beitrag vom April dieses Jahres gestoßen, der einen Live Chat des Guardians, u.a. mit VertreterInnen von Save the Children und Nestlé, zusammenfasst.

Durchbruch bei einer „vernachlässigten Krankheit“? Die „neglected diseases“, Krankheiten, die in den Ländern des Nordens keine Rolle spielen oder von denen so wenige betroffen sind, dass Pharmafirmen aufgrund des wenigen zu erwartenden Gewinns nicht in Forschung und Entwicklung investieren, sind immer wieder THema in der EZ. In der Behandlung der Leishmaniose, auch Kala Azar genannt, könnte es nun einen Durchbruch gegeben haben, der die 70  Jahre alte bisherige Behandlung mit giftigen Medikamenten, ablösen könnte.

Wie entsteht das Fairphone? Dazu gibt es einen Audiobeitrag, in dem auch die Menschen hinter dem Projekt Fairphone zu Wort kommen, von NDR Info.

Aktuelle Informationen zum Thema Migration gibt es beim Mediendienst Integration.

Fairer Handel – was bringt’s? Gleich zwei Beiträge beschäftigten sich diese Woche mit dem Fairen Handel. Arte brachte einen Themenabend „Der Faire Handel auf dem Prüfstand“ (noch einige Tage online anschaubar) und WeltSichten hat ein neues Dossier zum Thema, u.a. mit einem Beitrag, der sich damit beschäftigt, wie verwirrend die zunehmende Anzahl von Siegeln ist, auch, weil immer mehr große Händler wie nun die Gepa, eigene Siegel entwickeln und das bekannte blauschwarze Fairtrade-Siegel ablegen.

Tolle Fotos von Hochzeiten in Nigeria hat die US-Fotografin Glenna Gordon aufgenommen. Zu sehen bei Daily Beast.

Die Crowdfunding-Phase der Website AfrikaEcho läuft noch. Hier ein aktuelles Interview mit Gründer Peter Dörrie im Neuen Deutschland. Und hier gehts zu Startnext, wo AfrikaEcho unterstützt werden kann.

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