Claire Grauer

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Links zum Wochenende #28

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Quelle: flickr

 

 

Toy stories, Kinder weltweit: Dieses Projekt ist mit Abstand mein dieswöchiger Link-Favorit. Der Fotograf Gabriele Galimberti hat überall auf der Welt Kinder in ihrem Zuhause mit ihrem Lieblingsspielzeug fotografiert. Ein faszinierendes Projekt, das den Blick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Konstruktion „Kindheit“ lenkt und zum Nachdenken über Gender-Stereotype anregt.

 

 

 

Atlas der Vorurteile: Ein weiteres visuelles Projekt ist der Atlas der Vorurteile, erdacht vom bulgarischen Designer Yanko Tsvetkov. Eignet sich als Geschenk, Reflektionsraum für eigene Vorurteile sowie als Material für die Bildungsarbeit.

Fundraising 2.0: Der Fundraising-Markt verändert sich rasant, v.a. auch durch die Potenziale und Möglichkeiten des Internet. Sozialmarketing.de hat eine Übersicht über die wichtigsten Online-Fundraising-Instrumente zusammengestellt, darunter sowohl Spendenplattformen wie auch Widgets für die eigene (Projekt)Website.

Sozial-ökologische Beschaffung von Computer und Co: Vor einiger Zeit hatte ich mir einmal die Frage gestellt, ob es Sinn macht, nicht mehr benötigte Computer (oder sonstigen Elektroschrottgeräte) für „Afrika“ zu „spenden“ (nein, macht es nicht). Mit zunehmenden Mengen an Elektroschrott und immer mehr kritischen Konsumentinnen erhält dieses Thema verdientermaßen auch immer mehr Aufmerksamkeit.  Weed geht der Frage nach, inwieweit man beim Kauf neuer Produkte auf die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards bei der Herstellung achten kann.

Wahlen in Kenia: Nachdem die Stimmen ausgezählt und kein Bürgerkrieg ausgebrochen ist (wie von vielen westlichen KorrespondentInnen erwartet), ist nun die Zeit der Analysen über „Kenia nach der Wahl“. Eufrika.org kommentiert „Ausschreitungen und Tote statt objektiver Berichterstattung„. Passend dazu auch ein Beitrag von Mukoma Wa Ngugi über „The Western Journalist in Africa„. Interessant auch die Analyse von Charles Onyango-Obbo, der vier Gründe für den friedlichen Verlauf anführt: das kompromisslose Vorgehen der Polizei gegen hate speech, die Umsetzung einiger großer Infrastrukturprojekte durch die alte Regierung, u.a. den Ausbau des Flughafens in Kisumu, wodurch die Gegend am Viktoriasee einen Boom erlebt und das Gefühl der Marginalisierung vieler Menschen sank. Drittens sieht er die zeitgleiche Kommunalwahl als bedeutend an, die für viele KenianerInnen bedeutender war als die Präsidentschaftswahl sowie der Beginn des „Konza Technology City“-Projektes, mit dem die Regierung Kenia zum „Silicon Savannah“ und zum ICT-Zentrum Ostafrikas ausbauen will.

BMZ-Fördergeldvergabe an NGOs in der Kritik: Die Kritik an der Politik des BMZ reißt nicht ab. Vergangene Woche in der Presse: VENRO kritisiert, dass das BMZ zu starken Einfluss auf vom Ministerium teilfinanzierte Publikationen der NGOs ausübe. Dies fängt bei der Platzierung von Logos an, beinhaltet aber auch das Einreichen von Manuskripten vor Drucklegung.

Kinderheirat, Südsudan: Human Rights Watch hat eine Studie über Kinderheirat in Südsudan veröffentlicht. Armut zwingt viele Familien dazu, junge Mädchen zu verheiraten, damit sie versorgt sind. Brautpreise, geleistet durch den Bräutigam und seine Familie, sind ein zusätzlicher Anreiz für diese Heiraten. Der Bericht (auf Englisch) basiert auf Interviews mit 87 Mädchen und Frauen, ist interessant zu lesen und weniger auf Sensationsgier aus, als Titel und Aufmachung vermuten lassen.

Nahrungsmittelspekulationen: Beim gestrigen SID-Stammtisch in Hamburg war Raphael Bolius zu Gast, der im Rahmen eines Blogprojektes den ganzen März über Informationen zum Thema Nahrungsmittelspekulation sammelt. Es lohnt sich, hier einmal zu stöbern.

Wie Social Media Organisationen verändern: Immer wieder interessant, darüber zu reflektieren. Ein Beitrag dazu in der Computerwoche.

Mimba – Schwangerschaft in Tansania: Ich bin kürzlich auf den 2011 gedrehten Dokumentarfilm „Mimba“ (Schwangerschaft) gestoßen. Der Film geht der Frage nach, warum die Müttersterblichkeit an drei unterschiedlichen Orten Tansanias so verschieden ist – in Lushoto sterben weit mehr Mütter während der Geburt als in Serengeti oder Moshi. Interessante Einblicke in Tansania von der klasse Produktionsfirma Maweni Farms. Auf der gleichen Seite befindet sich auch ein Hinweis auf „Sex, Lies and Ignorance„, einer Dokumentation über Teenager-Schwangerschaften. Ebenfalls dicke Empfehlung!

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