Claire Grauer

Förderanträge | Beratung | Globales Lernen

Fundraising

Fundraising: Anträge und Fördermittel

„Wir haben eine tolle Idee – doch wer finanziert unser Projekt?“ – eine häufige Frage von NGOs, Vereinen und sonstigen gemeinnützigen Organisationen. Die gute Nachricht: Es gibt eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten von der lokalen bis hin zur EU-Ebene. Es ist allerdings nahezu unmöglich, diesen „Förderdschungel“ komplett abzubilden. Im Folgenden habe ich daher einige Seiten aufgelistet, die erste Orientierung bieten können.

Sie haben eine Projektidee, sind auf der Suche nach Finanzierung oder benötigen Unterstützung bei einem Antragsverfahren? Sprechen Sie mich gerne an.

Die Suche nach dem passenden Fördertopf

Projektidee: Bevor die Recherche nach Fördermitteln beginnt, ist es wichtig, die eigene Projektidee klar vor Augen zu haben, damit eine gezielte Suche unter den vielen Fördermöglichkeiten möglich ist. Jede Förderinstitution hat ihre eigenen Regeln und finanziert Projekte meist nur zu bestimmten Themen. Je genauer ich weiß, was ich vorhabe, desto zielsicherer kann ich nach geeigneten Fördermitteln recherchieren.

Förderrichtlinien: Je nach Geber kann es notwendig sein, ein bereits geplantes Projekt an bestimmte Vorgaben anzupassen. Das muss keine gravierenden Änderungen nach sich ziehen; manchmal reicht aus, bestimmte Schlagworte nochmals deutlich im Antrag hervorzuheben. Weicht das geplante Vorhaben aber sehr von den jeweiligen Richtlinien ab, lohnt es durchaus, abzuwägen, ob das Projekt geändert werden kann oder ob nicht vielleicht die Suche nach einer alternativen Finanzierungsquelle sinnvoller ist.

Datenbanken zu Fördermöglichkeiten

Hilfreiche Informationen rund um Fundraising und Mittelakquise

Relevante Beiträge im Blog

Einen guten Antrag schreiben
Das heikle Thema Verwaltungskosten
Fehler zugeben und daraus lernen
Spenden-Rituale durchbrechen. Dieses Weihnachten keine Kinderpatenschaft.
Soll ich meinen gebrauchten Computer für Afrika spenden?

 

Beantragen von Fördermitteln: Die Basics

Grundregeln

  • Alles Wesentliche, aber kurz und knapp (W-Fragen)
  • Auf Vollständigkeit achten (Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden? Wer muss (und wer darf!) wo unterschreiben?)
  • Logischer Aufbau
  • Auf genaue Angaben, etwa zu Zahl der Begünstigten, Zeitrahmen, benötigten Mitteln, etc. achten
  • Wiederholungen vermeiden
  • Wenig Abkürzungen verwenden, Abkürzungen erklären
  • Ausblick: Was passiert nach Projektende? Besonders wichtig, wenn dauerhafte Strukturen geschaffen oder größere Gegenstände angeschafft oder errichtet werden sollen.
  • Zum Schluss: Den Antrag immer von einer Person Korrektur lesen lassen, die nicht im Planungsprozess drinsteckt und die Zahlen im Finanzierungsplan doppelt überprüfen!

 

Weniger ist oft mehr: Manche Anträge werden formlos gestellt, andere müssen auf Grundlage der vom jeweiligen Geldgeber gestellten Vorlagen erstellt werden. Informieren Sie sich vorab und halten Sie die Vorgaben ein. In jedem Fall gilt, Vorgaben bezüglich Seitenanzahl und Gesamtumfang eines Antrags einzuhalten, sonst könnte das ein K.O.-Kriterium sein.

Viele AntragstellerInnen sind bemüht, ihre Projektidee sehr detailliert darzustellen. Grundsätzlich ist es positiv, wenn Sie sich gut eingearbeitet haben und von Ihrer Idee begeistert sind – versetzen Sie sich jedoch in die Situation der Person, die neben Ihrem Antrag meist noch eine große Anzahl weiterer Anträge lesen muss. Texte, die knapp formuliert sind und das Wichtigste auf einer oder wenigen Seiten auf den Punkt bringen, sind klar im Vorteil.

Manche Formate verlangen sowohl eine Kurzzusammenfassung sowie eine ausführliche Darstellung des Vorhabens, doch auch hier gilt, nicht zu weit auszuholen und beim Wesentlichen zu bleiben.

Realistische Planung der Aktivitäten: Ganz wichtig von Anfang an: Konzentrieren Sie sich auf ein Projektziel und überschaubare Aktivitäten in diesem Rahmen. Wir alle kennen es, wenn wir von einer Idee begeistert sind und uns im Brainstorming 100 tolle Aktionen einfallen – in den meisten Fällen werden die erhältlichen Mittel aber begrenzt sein. Daher macht es Sinn, sich auf wenige Aktivitäten zu konzentrieren, die dann mit umso mehr Nachdruck und Erfolg umgesetzt werden können. Das beugt auch Schwierigkeiten und Verzögerungen in der Umsetzung zumindest teilweise vor.

Detaillierter Finanzplan: Geldgeber wollen genau wissen, wofür die von ihnen zur Verfügung gestellten Mittel ausgegeben werden sollen. Daher sollte jede Projektplanung eine detaillierte Aufstellung der Kosten eines Vorhabens beinhalten. Es empfiehlt sich z.B., eine Unterteilung in Honorar- und Sachkosten vorzunehmen und diese wiederum in einzelne Unterposten zu zerlegen. Dies hilft gleichzeitig bei der realistischen Planung des Vorhabens.

Keine Angst vor Änderungsanträgen: Viele AntragstellerInnen fürchten den (unvermeidbaren) Fall, dass in der Durchführung Änderungen des geplanten Ablaufs auftauchen. Es dürfte aber wohl keinen Fall geben, in dem ein Projekt zu 100 Prozent so umgesetzt wurde, wie es einst geplant worden ist.

Die allermeisten Abweichungen haben daher gute Gründe und sollten daher offen und ehrlich sowie möglichst frühzeitig mit der Geberinstitution besprochen werden. Bei rechtzeitiger Information wird Ihnen auch niemand einen Strick daraus drehen, sondern Ihr gutes Informationsmanagement würdigen.

Das Gespräch suchen: Wenn nicht ausdrücklich unerwünscht ist es sinnvoll, vor dem Einreichen eines Förderantrags das Gespräch mit einer Vertreter/in der Geldgeberinstitution zu suchen. Dabei können alle wesentlichen Fragen geklärt und nicht selten auch der ein oder andere wichtige Hinweis ergattert werden.

Ferner bekommt man durch eine Kontaktaufnahme, oft ein Gefühl dafür, wie die Person, die den eigenen Antrag vermutlich prüfen oder bewilligen wird, „tickt“.